Windows vor Daten-Schnüfflern abschirmen

Angreifer können das Passwort relativ einfach umgehen und Bilder, Musik oder Videos von Ihnen anschauen - selbst die pikanten, die nicht jeder sehen sollte. In diesem Fall hilft nur eine Verschlüsselung der Daten, damit niemand Ihre Dokumente durchstöbern kann.

Ohne das richtige Passwort zum Entschlüsseln beißen sich Schnüffler die Zähne an einem solchen Schutz aus.

 

Eine kostenlose Software für diesen Zweck ist das weit verbreitete VeraCrypt, das gleich drei verschiedene Verschlüsselungs-Algorithmen beherrscht. Was sehr kompliziert klingt, ist mit der richtigen Anleitung für jeden machbar.

Auf YouTube finden Sie Tutorials, mit denen Sie entweder das komplette Windows-System verschlüsseln oder - was gerade für ältere und langsamere Computer praktikabel ist - einzelne Ordner und Verzeichnisse schützen.

Smartphone: Datenschutz für iOS und Android

Das Smartphone ist in der Regel der ständige Begleiter, mit dem viele ihr gesamtes Leben organisieren und mittels eingebauter Kamera auch dokumentieren. Hier kann auch mal das ein oder andere intime Foto in der Bildergalerie landen. Daher ist der Datenschutz auf iPhone & Co. sehr wichtig.

Gefälschte Webseiten

Einer aktuellen Studie von Google zufolge haben gefälschte Webseiten eine Erfolgsquote von bis zu 45 Prozent. Durchschnittlich gibt jeder 7. Besucher (14 Prozent) einer gefälschten Webseite dort seine persönlichen Daten an. Auch bei grottenschlecht gemachten Fälschungen liegt die Erfolgsquote der Online-Abzocker noch bei 3 Prozent.

Google hat dabei zwar eine sehr spezielle Methode der Cyber-Mafia untersucht, der täglich nur rund 9 von einer Million Nutzern zum Opfer fallen. Allerdings ist davon auszugehen, dass diese Attacken in naher Zukunft deutlich zunehmen – denn je erfolgreicher eine Methode ist, desto mehr kriminelle Energie wird reingesteckt.

Sobald E-Mail-Adresse und Login-Daten in den Händen der Datendiebe sind, dauert es in 20 Prozent aller Fälle nur knapp 30 Minuten, bis auf das Benutzerkonto zugegriffen wird. Besonders fies dabei: Die Betrüger sperren als erstes den Account, sodass der rechtmäßige Eigentümer nicht mehr darauf zugreifen kann – das ist relativ einfach möglich, weil ja nur das Passwort geändert werden muss.

Besuchen Sie Webseiten deshalb nie über einen Link in einer E-Mail, denn auch wenn der Link in der E-Mail korrekt erscheint, kann sich dahinter ein fingierter Link verbergen, der direkt zu einer gefälschten Seite führt.

"Antivirus ist tot"

"Antivirus ist tot" - dieser markige Satz stammt nicht etwa von einem großmäuligen Hacker, sondern von Brian Dye, dem Vize-Präsidenten des Sicherheits-Unternehmen Symantec. Symantec vertreibt unter anderem einen kostenpflichtigen Virenscanner, weshalb diese Aussage doppelt erschreckt.
Aber leider wirft Dye bloß einen realistischen Blick auf einen rund 70 Milliarden Dollar schweren Markt, der sich momentan rasant verändert. Denn Hacker und Schad-Software sind kaum noch aufhaltbar, da sie den Entwicklern von Virenscannern immer einen Schritt voraus sind: zwar lassen sich viele Schädlinge auch aufgrund ihres verdächtigen Verhaltens erkennen, aber für hundertprozentigen Schutz muss eine Signatur des Schädlings vorhanden sein. Eine solche Signatur kann aber erst dann erstellt werden, sobald der Schädling erkannt, gebannt und analysiert wurde.
Stattdessen will Symantec künftig einen anderen Weg einschlagen, dem die meisten anderen Unternehmen folgen werden: Attacken sollen jetzt nicht mehr verhindert werden, sondern die Infektion eines PCs wird hingenommen. Die Schutz-Software versucht dann, den Schaden zu minimieren.
Das sieht auf den ersten Blick wie ein Freifahrtschein für Hacker und Datendiebe aus, ist es aber nicht: wer gut vorbereitet auf einen Angreifer wartet, hat ideale Chancen, bei einem Angriff keinen Schaden davonzutragen. Deshalb findet ein Wandel statt - weg vom reinen Schutz und hin zum Aufspüren und Reagieren. Es werden also auch weiterhin keine Wild-West-Gesetze im Internet herrschen, sondern sich lediglich die Art und Weise ändern, wie Schutz-Software künftig arbeitet.

Wie kommen eigentlich Viren, Würmer und Trojaner auf unseren Rechner?

dieser Frage geht eine Studie von ThreatTrack nach, die sich von Schad-Software befallene Rechner von Managern vorgeknöpft haben:

Dazu wurden 200 Sicherheitsverantwortliche von großen Firmen befragt, aus welchen Gründen sie bereits Schad-Software von Firmenrechnern in der Führungsetage entfernen mussten. 56 Prozent aller befragten IT-Experten mussten bereits Rechner reinigen, weil die Betroffenen einfach auf einen Link in einer Spam-Mail geklickt haben und sich dadurch Malware einfingen. Mit 47 Prozent folgen infizierte Anhänge auf dem zweiten Rang, die arglos und leichtsinnig geöffnet wurden. Wenn es um Schad-Software geht, sollte man auch bei Familien-Mitgliedern skeptisch sein: 45 Prozent der Infektionen lassen sich darauf zurückführen, dass Partner oder Kinder den beruflich genutzten PC für private Zwecke eingesetzt haben und dabei in die Virenfalle getappt sind.

Auf dem vierten Platz wird es pikant: 40 Prozent der Sicherheits-Verantwortlichen mussten tätig werden, weil einer der Manager auf seinem Arbeitsrechner Pornos auf einer virenverseuchten Seite geschaut hat.

Insbesondere der letzte Infektions-Grund macht es schwer, nicht unreflektiert auf die ohnehin so oft gescholtene Berufsgruppe der Manager einzudreschen – sollten es erfahrene Führungskräfte nicht besser wissen, als dass sie ihre Firmen-PCs derart leichtsinnig in Gefahr bringen? Aber in erster zeigt die Studie, dass keine Berufsgruppe davor verschont bleibt, zum Opfer von Datendieben und Online-Betrügern zu werden.

Halten nicht mehr an XP fest: Neuer Virus schleicht sich über Arbeitsspeicher ein

Die „Hydraq“ genannte Schad-Software schleicht sich lediglich in den Arbeitsspeicher eines PCs ein und ist somit nach einem Neustart wieder spurlos verschwunden. Virenscanner haben dadurch erhebliche Probleme, diesen Schädling zu entdecken. Während sich Hydraq im Arbeitsspeicher befindet, kann er die Kontrolle über den Rechner übernehmen und Daten stehlen. Bei einem erneuten Besuch der verseuchten Webseite, über die sich Hydraq eingeschlichen hat, wird der Rechner auch wieder infiziert. Bislang setzen die Entwickler dieses Schädlings darauf, als besonders vertrauenswürdige und als hilfreich geltende Webseiten zu manipulieren.

Bislang befinden sich deutsche Nutzer noch nicht im Fadenkreuz dieser neuen Bedrohung: Aktuell werden nur englischsprachige Versionen des Internet Explorers befallen. Außerdem kann der Virus nur den Internet Explorer 7 und 8 unter Windows XP befallen sowie den Internet Explorer 8 und 9 unter Windows 7. Da aber bereits der Internet Explorer 10 und 11 erschienen sind, gibt es eine einfache Möglichkeit, sich gegen diesen Virus generell zu schützen: Aktualisieren Sie einfach auf die aktuellste Version des Internet Explorers.

Nutzer von Windows XP schauen hingegen in die Röhre: Internet Explorer 9, 10 oder 11 wurden von Microsoft nicht mehr für dieses betagte Betriebssystem veröffentlicht. Deshalb bleibt keine andere Wahl, als auf einen Patch von Microsoft zu warten. Bislang ist aber unklar, wann dieser Patch erscheint.

Dieser Virus ist deshalb ein weiteres dringendes Signal, nicht mehr länger als nötig an Windows XP festzuhalten – die Zahl der Bedrohungen wird immer weiter zunehmen, da Microsoft seinen Fokus längst auf Windows 7 und Windows 8 setzt.

Neue Variante von digitaler Erpressung

Die erste Variante

Erneut ist eine Schadsoftware (sog. Ransomware) im Umlauf, die Computer infiziert und sperrt. Eine Nutzung des Rechners ist nicht mehr möglich.
Auch dieses Mal wird durch die Schadsoftware ein sogenanntes Popup-Fenster eingeblendet. Unter dem angeblichen Logo der Pressestelle des Bundeskriminalamtes (BKA) wird behauptet, dass die Funktion des Computers „aus Gründen unbefugter Netzaktivitäten ausgesetzt“ sei. Außerdem werden Rechtsverletzungen angeführt, die die vermeintliche Ursache für die Sperrung sein sollen.

Bei der aktuellen Variante der Schadsoftware werden vier Fotos eingeblendet. Dabei handelt es sich nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes um eine strafbewehrte jugendpornografische Darstellung. Im weiteren Text wird behauptet, dass „die Wiedergabe von pornografischen Inhalten mit Minderjährigen festgestellt“ worden sei. Wie bei Ransomware üblich, wird der Nutzer schließlich zur Zahlung eines Geldbetrages, in diesem Fall 100 Euro, über die digitalen Zahlungsdienstleister uKash oder Paysafecard aufgefordert, um einen Freigabecode zur angeblichen Entsperrung des Rechners zu erhalten.

Sollten Sie diese Meldung erhalten, zahlen Sie auf keinen Fall. Das BKA ist nicht der Urheber der Meldung.

Ihr Rechner ist bereits mit einer Schadsoftware infiziert, die wesentliche Teile des Betriebssystems verändert hat, um das Popup-Fenster zu generieren. Ein regulärer Zugriff auf Ihr Betriebssystem ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch nach Begleichung der geforderten Zahlung nicht möglich.

Lassen Sie sich von dem Foto und der Behauptung, dass „die Wiedergabe von pornografischen Inhalten mit Minderjährigen festgestellt“ worden sei, nicht einschüchtern und zu Zahlungen drängen.

Es handelt sich hierbei um eine Form der digitalen Erpressung. Sie sind Opfer einer Straftat geworden. Um das Risiko einer Infektion Ihres Computers zu minimieren, sollten Sie den Update-Status Ihres Betriebssystems und Ihrer Anti-Viren-Software sowie aller installierten Programme auf dem aktuellen Stand halten.

Sicherheit beim Online-Banking

Die meisten Datendiebe haben es auf Ihre Zugangsdaten zum Online-Banking abgesehen. Doch mit den folgenden Tipps können Sie ihnen problemlos einen Strich durch die Rechnung machen.

Online-Banking nur am heimischen PC: Nur am eigenen Rechner wissen Sie, wie er gesichert ist und haben alle Zügel selbst in der Hand, für maximale Sicherheit zu sorgen. Außerdem kann Ihnen niemand über die Schulter schauen, wie es beispielsweise in Internet-Cafés der Fall sein könnte.

Firewall und Virenscanner immer aktuell halten: Diese beiden Schutzvorkehrungen sind essentiell und dürfen auf keinem PC fehlen. Durch die automatische Update-Funktion halten sich sowohl Virenscanner als auch Firewall permanent auf dem neuesten Stand, sodass Sie neue Updates umgehend installieren lassen sollten.

Niemals einen Link zum Online-Banking in einer Mail anklicken: Betrüger probieren immer wieder, mit fingierten Links in täuschend echt aussehenden E-Mails, ahnungslose Anwender abzuzocken. Ihre Bank wird Ihnen jedoch niemals eine E-Mail zuschicken, in der sich ein Link befindet, über den Sie sich einloggen sollen. Geben Sie stattdessen immer die Adresse Ihrer Bank in die Adressleiste des Browsers ein.

Geben Sie Ihre PIN immer per Hand ein: Optimale Sicherheit ist immer ein Kompromiss zwischen Komfort und Aufwand – so bequem es auch ist, die eigene PIN auf dem PC abzuspeichern, so einfach könnten Datendiebe sie stehlen, sobald sie Zugriff auf Ihren Computer haben. Sie sollten Ihre PIN deshalb aus Sicherheitsgründen immer per Hand eingeben.

Windows XP ist eine Zeitbombe

Windows XP ist eine Zeitbombe, die immer lauter tickt: Das 2001 veröffentlichte Betriebssystem ist nicht auf die Gefahren der Web 2.0-Welt vorbereitet und genügt aktuellen Sicherheitsanforderungen in keiner Weise. Das sagt sogar Oliver Gürtler, Chef der deutschen Windows-Sparte. Ab April 2014 stellt Microsoft seine Unterstützung für Windows XP ein: Sicherheitslücken werden dann nicht mehr gestopft, sodass dieses Betriebssystem immer mehr zum offenen Scheunentor wird. Lediglich Unternehmen erhalten noch Support von Microsoft - allerdings nur gegen saftige Gebühren, die das IT-Budget strapazieren. Wie Microsoft in seinem aktuellen Sicherheitsbericht mitteilt, sind 10 von 1.000 PCs mit Windows XP und installiertem Service Pack 3 durch Schad-Software verseucht. Bei Windows 7 sind es hingegen 'nur' 5 Rechner, sodass die Infektionsrate bei Windows XP doppelt so hoch ist. Noch gravierender wird es, wenn die Dunkelziffer berücksichtigt wird, da viele Anwender das letzte Service Pack für Windows XP gar nicht installiert haben. Denn von Windows XP sind zahlreiche illegale Lizenzen im Einsatz, die noch mehr in Gefahr schweben, von Viren, Würmern und Trojanern verseucht zu werden. Anwender, die taub gegenüber Sicherheits-Argumenten sind, lassen sich vielleicht damit überzeugen, dass immer mehr aktuelle Hardware nicht mehr mit Windows XP zusammenarbeitet. Die Unternehmen sparen sich immer häufiger das Geld für die Entwicklung von XP-Treibern. Auch Anwendungen unterstützen Windows XP oft nicht mehr in ihren aktuellen Versionen - besonders gravierend ist dies bei Spielen zu beobachten, die immer häufiger nicht mehr unter Windows XP gestartet werden können. Wenn Sie noch immer an Windows XP festhalten, sollten Sie sich vor Augen halten, dass die Uhr tickt: Wenn Microsoft damit aufhört, neu entdeckte Sicherheitslücken zu stopfen, dann wird die Nutzung von Windows XP immer mehr zu Russisch Roulette -

Trojaner in Wechsel-Aufforderung zu Skype versteckt

Liebe PC - Nutzer,

ein gefährlicher Trojaner nutzt derzeit den Umstand aus, dass Microsoft den Windows Messenger einmottet und gegen Skype austauscht: Der Trojaner fordert Nutzer völlig frech und dreist ebenfalls zum Wechsel auf - will in Wirklichkeit aber die Anmelde-Daten für Online-Banking stehlen.

Dieser Schädling hört auf den Namen "Shylock" und verbreitet sich nicht nur per Skype, sondern kann seinen Raubzug auch über USB-Sticks beginnen. Shylock ist dabei kein Unbekannter, sondern treibt bereits seit geraumer Zeit sein Unwesen.

Allerdings wird er immer wieder von seinen Entwicklern aktualisiert und bleibt dadurch brandgefährlich. In der aktuellen Version steckt eine neue Komponente namens "msg.gsm", mit der die Chatfunktion von Skype so manipuliert wird, dass sich Shylock darüber weiterverbreiten kann.

Eine Schad-Software, die Anwender hinterhältig zum Aktualisieren auffordert - den Entwicklern von Malware fällt immer wieder etwas noch Niederträchtigeres ein.

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