Als Schaustellerkind war ich mit meinen Eltern viel Unterwegs. Irgendetwas ist davon hängen geblieben, deshalb plane ich meinen Urlaub jedes Jahr gründlich - schließlich soll die kostbarste und schönste Zeit des Jahres keine Enttäuschung werden! Für jede meiner Reisen gibt es hier einen Kurzbericht. 2010 war ein Urlaub geplant doch es kam alles anders und so viel er aus. 2011 fiel der Urlaub auch aus – das Leben wollte es anders. Natürlich bin ich auch gerne zu Hause. Aber immer wieder lockt mich auch die Reiselust. Ihr könnt gespannt sein wo es mich hinlockt.
Türkei 2014
Manavgat ist eine Kreisstadt der Provinz Antalya an der türkischen Riviera mit 89.307 Einwohnern Sie liegt 75 km östlich von Antalya, 60 km nordwestlich von Alanya und 7 km nordöstlich der antiken Stadt und des Urlaubsorts Side.
Manavgat liegt in der fruchtbaren Ebene zwischen dem Taurusgebirge und dem Mündungsdelta des Flusses Manavgat. In der Ebene werden Baumwolle, Getreide, Sesam, viele Obst- und Gemüsesorten sowie Blumen angebaut. Auch erste Bananenplantagen sind hier zu finden. Am Fluss wird Forellen- und Crevetten Zucht betrieben.
In Manavgat wohnt ein großer Teil der im Tourismus in Side und den umliegenden Hotels tätigen türkischen Bevölkerung, der Ort dient als Logistikzentrum des Tourismus, daraus ist sein stetiges Wachstum zu erklären.
Durch den Ort fließt der gleichnamige Fluss, der mit dem großen Wasserfall (büyük şelale) und kleinen Wasserfall (küçük şelale – eher Stromschnellen) und den teilweise über den Fluss gebauten Fischrestaurants ein beliebtes Ausflugsziel darstellt. Ansonsten ist Manavgat regional noch für seinen großen, von Einheimischen wie Touristen besuchten Basar und Gewürzmarkt bekannt.
Auffallend ist eine einspurige Stahlbrücke über dem Fluss, die in den Jahren 1931 bis 1938 von der deutschen Firma Krupp errichtet worden ist. Diese Brücke war lange Zeit die einzige Verbindung zwischen den beiden Flussufern.
Flussaufwärts gibt es zwei Stauseen, die im Sommer mit Ausflugsbooten befahren werden können. Der obere Stausee (Oymapınar-Talsperre) hat eine 360 m lange und 157 m hohe Staumauer und einen Speicherraum von 300 Mio. m³. Er wurde 1984 zur Trinkwasserversorgung und Energiegewinnung errichtet.
Türkei 2012
Die Kleinstadt Pamukkale erhielt ihren Namen durch die beeindruckenden Kalksinterterrassen, die über Jahrtausende durch kalkhaltige Thermalquellen entstanden sind und heute eine Touristenattraktion darstellen. Die Terrassen stehen auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.
Das dortige Quellwasser ist mit Calciumhydrogencarbonat gesättigt. Beim Austreten entweicht durch den Druckabfall Kohlendioxid, wodurch die Löslichkeitsgrenze von Calciumcarbonat überschritten wird, das in Form von Travertin ausfällt. Pro Sekunde werden 250 l Thermalwasser (ca. 30 °C) ausgeschüttet, d. h. täglich 21600 m³. In einem Liter sind 2,2 g Kalk gelöst, der zum Teil ausgeschieden wird; die tägliche Menge könnte damit maximal 48 Tonnen erreichen, tatsächlich ist es deutlich weniger.
Außerdem liegt bei Pamukkale auch der antike Ort Hierapolis (griech. für Heilige Stadt). Erhalten sind eine ausgedehnte Nekropole mit verschiedensten Gräbertypen, Apollotempel und Plutonium, ein großes Theater (15.000 Personen), die Philippus-Kirche sowie Stadtmauer, Bäder und Gymnasium.
Ähnliche Sinterterrassen befinden sich an den Mammoth Hot Springs im Yellowstone-Nationalpark und in Egerszalók bei Eger in Ungarn.
Die in Neuseeland gelegenen Pink and White Terraces waren bereits im 19. Jahrhundert ein auch in Europa bekanntes Touristenziel und wurden 1886 durch einen Vulkanausbruch vollständig zerstört. Im Berliner Görlitzer Park befand sich zwischen 1998 und 2009 ein den Pamukkale-Terrassen nachempfundener Brunnen, der jedoch aufgrund baulicher Mängel abgerissen werden musste.
Der Name der Stadt stammt aus dem 13. Jahrhundert, von Ala-iye, Stadt des Ala. Da die Stadt im 13. Jahrhundert als Winterresidenz des seldschukischen Sultans von Rum Alaeddin Kai Kobad I. benutzt wurde, hieß die Stadt nach dem Sultan Alaiye. In lateinischen Quellen heißt die Stadt meist Alaya. Den heutigen Namen Alanya erhielt die Stadt 1933 von Kemal Atatürk.
Der antike griechische Name Alanyas ist Korakesion (deutsch Rabenhorst). Es gehörte zum Gebiet von Pamphylien, wird mitunter aber auch zum Rauen Kilikien gerechnet.
Der Name verweist auf den weit ins Meer hinausragenden hügeligen Felsvorsprung, auf dem die antike Stadt entstand. Die Spitze des Hügels wurde in der hellenistischen Phase mit einer Verteidigungsmauer ausgestattet. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts v. Chr. konnte die Stadt sich einer Belagerung durch Antiochos III. widersetzen. Danach wurde sie zu einer Basis kilikischer Piraten. Mitte des 2. Jahrhundert v. Chr. erbaute der Piratenhäuptling Diototos Tryphon dort eine Festung. Die Piraten wurden schließlich 67 v. Chr. durch Pompeius besiegt. In der römischen Kaiserzeit prägte Korakesion eigene Münzen. Auf ein spätantikes Bistum der Stadt geht das Titularbistum Coracesium der römisch-katholischen Kirche zurück.
In Alanya lebt die größte Anzahl deutscher Aussiedler (10.000 im Jahre 2006) in der Türkei. Aufgrund der vielen Deutschen wird Alanya von den im Mittelmeerraum lebenden Türken mitunter als "Almanya" (Deutschland) bezeichnet.
Als einzige Stadt der Türkei hat Alanya einen Ausländerbeirat aus freiwilligen Mitgliedern verschiedener Nationen. Er kann bei relevanten Themen beratend an Stadtratssitzungen teilnehmen. Ausländer mit Beratungsbedarf können sich an den Beirat wenden.
Die Ausländerpolizei in der Nähe des Busbahnhofes ("Otogar"), bei der Aufenthaltserlaubnisse beantragt werden, wenn der Aufenthalt länger als 90 Tage am Stück beträgt, hat einen Deutsch und Englisch sprechenden Beamten.
Neben aus Deutschland importierten Zeitungen und einer in Antalya gedruckten Ausgabe der BILD-Zeitung (ohne spezielle türkische Inhalte) gibt es weitere in der Türkei herausgegebene deutschsprachige Magazine, darunter die "CLEO“ (monatlich, Beiträge in Deutsch und Englisch) und die "TÜRKIS“ (vierzehntäglich mit deutschen Beiträgen) sowie "Orange" (wöchentliche Beilage zu einer türkischen Tageszeitung, deutsche und englische Beiträge).
Eine ebenfalls große Gruppe russischer Emigranten hat im Gegensatz zu den Deutschen eine eigene Schule. Außerdem leben viele Skandinavier in Alanya, vor allem Dänen und auch Niederländer, die sich auf den östlichen Stadtteil Mahmutlar konzentrieren.
In Alanya gibt es einen evangelischen Pfarrer, der zweimal im Monat einen Gottesdienst abhält. Alanya gilt offiziell als Außenstelle des in Antalya registrierten katholischen St.-Nikolaus-Vereins. Am 25. Februar 2006 eröffnete eine protestantische Kirche in Alanya, der höchste örtliche Würdenträger der islamischen Religionsgemeinschaft nahm als Ehrengast teil.
In byzantinischer Zeit hieß der Ort Kalon oros (schöner Berg). Aus dieser Zeit stammt eine Kirche in der Festung aus dem 11. Jahrhundert. 1221 nahm der seldschukische Sultan Alaeddin Kai Kobad I. die Stadt ein und nannte sie Alaiye. Der Herrscher Kyr Vart wurde nach Konya-Akşehir deportiert. Hiernach heiratete Kyr Varts Tochter den Sultan und wurde später in Kayseri im Huand-Hatun-Haus (1237) begraben.
Nach dem Niedergang des seldschukischen Reiches wurde das Gebiet 1471 dem Osmanischen Reich angegliedert. Mit Tarsus zusammen gehörte es 1571 zu Zypern, 1864 wieder zu Konya und seit 1868 zu Antalya bzw. zu dieser Provinz.
Der Burgberg besteht aus drei Sektoren, die jeweils durch Mauern umfasst werden. Zum äußeren Sektor gehören wichtige Gebäude aus der seldschukischen Zeit wie die Werft und der Rote Turm (türk. Kızıl Kule). Der Turm ist 33 m hoch und wurde 1224 - 1228 zum Schutz des Hafens erbaut. Im mittleren Sektor liegen ein Badehaus und die Süleymaniye Moschee. Der dritte Sektor ist die Zitadelle - Iç Kale, der Ursprung der Anlage. Dort befanden sich neben der byzantinischen Kirche der Palast des Sultans, Zisternen und Baracken.
Hierapolis, moderner Pamukkale,
alte phrygische Stadt in der südwestlichen Türkei, ungefähr 6 Meilen (10 Km) im Norden von den Ruinen von Laodicea. Aufgestellt auf dem Coruh Fluss, ein Tributpflichtiger des Buyuk Menderes
(Maeander) Fluss, wurde es wahrscheinlich von Eumenes II von Pergamum in 190 bc gegründet.
Es wurde eine heilige Stadt (hieron), sein religiöses Hauptfest, das der Letoia, genannt nach der Göttin Leto, eine lokale Variante der Großen Mutter der Götter ist, die mit orgiastischen Riten geehrt wurde. Es gab auch eine Anbetung von Apollo Lairbenos. Hierapolis wurde während der Regierung des römischen Kaisers Tiberius in ungefähr der Anzeige 14-37 wiederaufgebaut und überlebte bis 1334, als es nach einem Erdbeben aufgegeben wurde. Umfassende Ruinen, ausgegraben seit dem 19. Jahrhundert, schließen Bäder, ein Gymnasium, einen agora, und eine Byzantinische Kirche ein. Hierapolis wurde eine Welterbe-Seite von UNESCO 1988 bezeichnet.
Helgoland 2011